6 August 2013

Archäologische Progression

Fotografie als grabgebendes Verfahren | Entwurf | August 2013

Um die Rekonstruierbarkeit deines archäologischen Befundes zu gewährleisten, wird der Fundort abgetragen, Fundstücke werden entdeckt, freigelegt, in ihrer Lage und Schichtenfolge vermessen und archiviert. Die dokumentarische Aufnahme der beobachtbaren Fundumstände, mit Nordpfeil und Fotomaßstab, ist nicht nur Grundlage der darauf folgenden wissenschaftlichen Bearbeitung, sie eröffnet auch einen Zugang zur Gegenwart »jenseits der Erinnerung und jenseits des Vergessens«.1

Der Befund wird durch die Archäologie sehr sorgfältig zerstört und in der Weise der Wissenschaft in deren Dokumentationen als Schöpfung bewahrt vor der allgemeinen Zerstörung durch wissenschaftliche Untätigkeit. In diesem Sinne versteht sich der altruistische Gestus der archäologischen Wissenschaft zunächst berechtigt als »das Paradigma jeder wahren menschlichen Aktion«.2 Die Totenruhe bildet da keine Ausnahme und das Erdreich des Narrengartens für die Erkenntnis zu durchwühlen, hat anerkannte epistemische Tradition. Den Weg des devianten Grabräubers oder -schänders begeht der Unwissende und vandalierende Egoist. Private Totenruhe wird durch das Strafgesetzbuch öffentlich vergessen, wenn es der Aufklärung dient – auch die massenhaft produzierte Halloween Dekoration geht letztlich auf die protestanische Exegese der inneren Bibel Martin Luthers in den öffentlichen Raum zurück.

Gegen das professionelle Vergessen der Archäologie stellt sich eine künstlerische Schöpfung aus dem Darunterliegenden, die aus der vorgeblichen fotografischen Dokumentation eine Forderung an die Technik des Ablegens, an die Qualität der bildgebenden Inszenierung, hervorbringt. So wird zu klären sein, warum wir im goldenen Zeitalter der Archäologie vergessene Ruinen gesucht haben, anstatt uns darauf vorzubereiten ein zeitgenössisches Troja für die Generationen nach uns zu erschaffen. Das lässige Ablegen eines Gegenstandes wird so zu einer archäologischen Forderung an die fotografische Dokumentation, die als Widergänger der Erinnerung und des Festhaltens augedient und in der künstlerischen Möglichkeit zur aktuellen Unterscheidung von Wahrnehmung und Kommunikation gereift ist.

10 July 2016

BLUE WAY GALAXY

Archaeological Progression | Analog Medium Format | Iceland | 2016 | Work in Progress

10 June 2016

WE ALIENS ALL SUCK

It’s all because we happened to see clearly where we had to navigate although the situation was dreary. Everything considered to be verifiable, everything correct, every number a connection. But unfortunately, life is not.

Archaeological Progression | Analog Medium Format | Wild Blue Yonder | Rubber Mask | Iceland | Belgium | 2015/16 | Work in Progress

17 September 2014

IN NORWAY IT’S EASY TO BE EVIL

Der Untergang des Abendlandes vollzieht sich in elliptischen Schwingungen. Und obwohl selten genug offen sichtbar, wird der Effekt des Realen letzten Endes jeden mit vernichtender Brutalität treffen.

Archaeological Progression | Collaborative work with Kurt Heuvens | Düsseldorf | Germany | 2014

15 May 2014

BEACH MOONING

Archaeological Progression | Analog Medium Format | Zeebrugge | Belgium | 2014/15

21 April 2014

余白頁

Yohakupeeji | Japan | 2014

THE IMMACULACY OF MOCKUP

Opening Reception
on Friday | May 30th 2014 | 4 p.m.

May 30th to July 20th 2014

At Gallerí Klúka/Pool House | Hótel Laugarhóll | Bjarnarfjörður | 510 Hólmavík | Iceland | http://www.laugarholl.is/

28 November 2013

DANSE MACABRE

»A Nicaise de Cambray, paintre, demourant en la ville de Bruges quant il a joué devant MdS en son hostel avec ses autres compaignons, certain jeu, histoire et moralité sur le fait de la danse macabre.«
Reenactment | Zeebrugge | Belgium | 2013

24 September 2013

MOCKUP

Digital Images Mounted on Board Icosahedron | Analog Medium Format | Zeebrugge | Belgium | 2013/14

6 August 2013

Human Remains

Archaeological Progression | Denmark, Iceland | 2013

8 July 2013

Pierre tombale – Le tour est joué.

Plage de la Torche | France | 2013